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Der lange Tag gegen Nazis |
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Monday, 01. March 2010 |
"Damit haben die Neonazis ihr Ziel, Antifaschisten, Bürger und Linke einzuschüchtern, deutlich verfehlt. Denn die Angegriffenen wehren und vernetzen sich stattdessen." (Martin Kröger, Neues Deutschland)
So oder ähnlich fällt auch unser Fazit des "Langen Tages gegen Nazis" am 20.03.10 aus. Mit vielen Veranstaltungen, Ausstellungen, Filmen, Partys und Aktionen gegen Neonazis fand das Event der Kampagne "Kein Ort für Nazis" in Neukölln (und Kreuzberg) statt. Das mediale Interesse an diesem Tag war plötzlich recht groß: die RBB-Abendschau, WDR-Radio, Inforadio und Radio Fritz berichteten, in vielen Printmedien erschienen Artikel (Presse-Sammlung). Schon an dem antifaschistischen Stadtrundgang am Nachmittag nahmen ca. 130 Menschen teil, so dass sich dieser zu einer spontanen Demonstration entwickelte (Bilder). Am Abend dann waren mit Beginn des Programms die Straßen, Partys und Kneipen schnell brechend voll, vor jeder teilnehmenden Location sammelten sich Trauben von feiernden Menschen, so dass diese kaum Platz auf dem Gehweg fanden. Und so wurde häufig kurzerhand auf der Fahrbahn weiter gefeiert. In der Friedelstraße spielte eine Swingband spontan auf der Straße, bis die Polizei massiv auffuhr und die Leute von der Fahrbahn schickte. Insgesamt war die Polizei zwar stark im Kiez präsent, hielt sich aber weitestgehend zurück. Schon jetzt tauchen überall, in Schaufenstern, an Balkonen, in Bäumen und als Fahnen auf der Straße die 'Kein Ort für Nazis'-Wimpel auf. Das wird der nächste Streich der laufenden Kampagne. Wir danken Allen, die sich an dem 'Langen Tag gegen Nazis' beteiligt haben!
Erste Bilder bei pm_c und nk44-blog. Kommentar von AKA hier.
Der Hintergrund des 'Langen Tag gegen Nazis':
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Statement zur aktuellen Situation im Bezirk |
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Saturday, 13. March 2010 |
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In einem Interview bei 'Mut gegen rechte Gewalt', einem Webportal der Antonio-Amadeo-Stiftung, äußert sich die Autonome Antifa Neukölln zu den aktuellen neonazistischen Aktivitäten. Der Artikel kann bei 'Mut gegen rechte Gewalt' oder bei uns im Pressearchiv gelesen werden.
Das gesamte Interview, in dem die ANA noch auf weitere Aspekte eingeht, dokumentieren wir im Folgenden:
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Gemeinsam mit der NPD gegen jeden "Extremismus"? |
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Saturday, 27. February 2010 |
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Seit Ende November ist es im Norden von Neukölln zu einer Serie von nächtlichen Attacken auf Vereine, Initiativen und Projekte gekommen, die sich gegen Neonazis und ihre menschenverachtende Ideologie engagieren. Bei mehreren Projekten wurden die Scheiben eingeworfen, zudem hinterließen die Täter_innen gesprühte Morddrohungen ( „C 4 for reds“) und andere rechte Parolen und Symboliken an Hauswänden und den betroffenen Locations. Außerdem wurde laut einem Bericht des Tagesspiegel die Haustür eines jungen Gewerkschafters, der sich auch im Kampf gegen Rechts engagiert, mit dem Schriftzug „Neun Millimeter“ beschmiert, dabei handelt es sich um eine gängiges Kaliber für Handfeuerwaffen, es muss also auch hier von einer klaren Todesdrohung gegen den Betroffenen gesprochen werden. Bei den Anschlägen kam es teilweise zu erheblichen Sachschäden, sie stellen einen gezielten Angriff auf emanzipatorische Infrastruktur im Kiez da. Ende Januar und Anfang Februar kam es zu weiteren Serie von nächtlichen Angriffen durch Neonazis in Nord-Neukölln. Im Vorfeld des alljährlichen Großaufmarsches der deutschen Neonaziszene zum 13.Februar in Dresden waren diesmal Einrichtungen von Unterstützer_innen des Blockadeaufrufes des Bündnisses „Dresden Nazifrei“ betroffen, die Geschäftsstelle der Grünen wurde mehrfach mit einer auf die Bombardierung Dresdens 1945 bezugnehmenden Parole besprüht. Außerdem wurde bei einem Ladenlokal in der Jonasstraße, das auch von DKP und SDAJ genutzt wird, zum wiederholten Mal eine Fensterscheibe durch Steinwürfe beschädigt und im Umfeld Aufkleber mit geschichtsrevisionistischen Inhalt verklebt. Diese Serie von Angriffe hat indes zu einer weiteren Vernetzung linker Projekte und Zusammenhänge in Neukölln geführt. Erstes sichtbares Zeichen der verstärkten Zusammenarbeit war eine gemeinsam organisierte Demo am 20.12.2009, bei der über 1000 Teilnehmer_innen Neonazis im Kiez wie auch anderswo eine lautstarke Absage erteilten. Am 20.März wird ein „Langer Tag gegen Nazis“ folgen, an dem sich zahlreiche Locations aus dem Bezirk beteiligen (Programm demnächst hier).
Unter diesen Vorzeichen lag der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) von Neukölln zu ihrer 34.Sitzung am 24.02.2010 eine Entschließung mit dem Titel „Verurteilung von politisch motivierter Gewalt“ vor.
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