Antifa Neukölln

letzte Aktualisierung: 21.03. | News, Chronik
Der lange Tag gegen Nazis PDF Drucken
Monday, 01. March 2010
"Damit haben die Neonazis ihr Ziel, Antifaschisten, Bürger und Linke einzuschüchtern, deutlich verfehlt. Denn die Angegriffenen wehren und vernetzen sich stattdessen." (Martin Kröger, Neues Deutschland)

So oder ähnlich fällt auch unser Fazit des "Langen Tages gegen Nazis" am 20.03.10 aus. Mit vielen Veranstaltungen, Ausstellungen, Filmen, Partys und Aktionen gegen Neonazis fand das Event der Kampagne "Kein Ort für Nazis" in Neukölln (und Kreuzberg) statt. Das mediale Interesse an diesem Tag war plötzlich recht groß: die RBB-Abendschau, WDR-Radio, Inforadio und Radio Fritz berichteten, in vielen Printmedien erschienen Artikel (Presse-Sammlung).
Schon an dem antifaschistischen Stadtrundgang am Nachmittag nahmen ca. 130 Menschen teil, so dass sich dieser zu einer spontanen Demonstration entwickelte (Bilder).
Am Abend dann waren mit Beginn des Programms die Straßen, Partys und Kneipen schnell brechend voll, vor jeder teilnehmenden Location sammelten sich Trauben von feiernden Menschen, so dass diese kaum Platz auf dem Gehweg fanden. Und so wurde häufig kurzerhand auf der Fahrbahn weiter gefeiert. In der Friedelstraße spielte eine Swingband spontan auf der Straße, bis die Polizei massiv auffuhr und die Leute von der Fahrbahn schickte. Insgesamt war die Polizei zwar stark im Kiez präsent, hielt sich aber weitestgehend zurück.
Schon jetzt tauchen überall, in Schaufenstern, an Balkonen, in Bäumen und als Fahnen auf der Straße die 'Kein Ort für Nazis'-Wimpel auf. Das wird der nächste Streich der laufenden Kampagne.
Wir danken Allen, die sich an dem 'Langen Tag gegen Nazis' beteiligt haben!

Erste Bilder bei pm_c und nk44-blog. Kommentar von AKA hier.

Der Hintergrund des 'Langen Tag gegen Nazis':

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Statement zur aktuellen Situation im Bezirk PDF Drucken
Saturday, 13. March 2010

In einem Interview bei 'Mut gegen rechte Gewalt', einem Webportal der Antonio-Amadeo-Stiftung, äußert sich die Autonome Antifa Neukölln zu den aktuellen neonazistischen Aktivitäten. Der Artikel kann bei 'Mut gegen rechte Gewalt' oder bei uns im Pressearchiv gelesen werden.

Das gesamte Interview, in dem die ANA noch auf weitere Aspekte eingeht, dokumentieren wir im Folgenden:

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Veranstaltungsreihe: Reclaim Feminism! PDF Drucken
Sunday, 28. February 2010
Kurzaufruf zur Veranstaltungsreihe ab 6.3. von AKLF, EAG, ABSO, ANA, NEA

Wir möchten den 8. März zum Anlass nehmen, um die Fragen nach einem linken Feminismus wieder zum Thema zu machen. Diese stellen sich heute wie damals als schwierig dar, auch wenn auf den ersten Blick ›Feminismus‹ und ›Gleichberechtigung‹ in aller Munde zu sein scheinen. Denn von konservativen Feuilletonist_innen bis zu linksliberalen Kulturschaffenden: Zu Feminismus hatte in letzter Zeit jede_r etwas beizutragen. Dabei variierten die Vorstellungen zwischen einem konservativen Feminismus à la von der Leyen zu einem liberalen Karrierefeminismus, der in Thea Dorns F-Klasse seinen Ausdruck fand, bis hin zu traditionellen Vorstellungen von Familie und Geschlechterrollen bei Eva Herrmann.

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Gemeinsam mit der NPD gegen jeden "Extremismus"? PDF Drucken
Saturday, 27. February 2010

Seit Ende November ist es im Norden von Neukölln zu einer Serie von nächtlichen Attacken auf Vereine, Initiativen und Projekte gekommen, die sich gegen Neonazis und ihre menschenverachtende Ideologie engagieren. Bei mehreren Projekten wurden die Scheiben eingeworfen, zudem hinterließen die Täter_innen gesprühte Morddrohungen ( „C 4 for reds“) und andere rechte Parolen und Symboliken an Hauswänden und den betroffenen Locations. Außerdem wurde laut einem Bericht des Tagesspiegel die Haustür eines jungen Gewerkschafters, der sich auch im Kampf gegen Rechts engagiert, mit dem Schriftzug „Neun Millimeter“ beschmiert, dabei handelt es sich um eine gängiges Kaliber für Handfeuerwaffen, es muss also auch hier von einer klaren Todesdrohung gegen den Betroffenen gesprochen werden. Bei den Anschlägen kam es teilweise zu erheblichen Sachschäden, sie stellen einen gezielten Angriff auf emanzipatorische Infrastruktur im Kiez da. Ende Januar und Anfang Februar kam es zu weiteren Serie von nächtlichen Angriffen durch Neonazis in Nord-Neukölln. Im Vorfeld des alljährlichen Großaufmarsches der deutschen Neonaziszene zum 13.Februar in Dresden waren diesmal Einrichtungen von Unterstützer_innen des Blockadeaufrufes des Bündnisses „Dresden Nazifrei“ betroffen, die Geschäftsstelle der Grünen wurde mehrfach mit einer auf die Bombardierung Dresdens 1945 bezugnehmenden Parole besprüht. Außerdem wurde bei einem Ladenlokal in der Jonasstraße, das auch von DKP und SDAJ genutzt wird, zum wiederholten Mal eine Fensterscheibe durch Steinwürfe beschädigt und im Umfeld Aufkleber mit geschichtsrevisionistischen Inhalt verklebt. Diese Serie von Angriffe hat indes zu einer weiteren Vernetzung linker Projekte und Zusammenhänge in Neukölln geführt. Erstes sichtbares Zeichen der verstärkten Zusammenarbeit war eine gemeinsam organisierte Demo am 20.12.2009, bei der über 1000 Teilnehmer_innen Neonazis im Kiez wie auch anderswo eine lautstarke Absage erteilten. Am 20.März wird ein „Langer Tag gegen Nazis“ folgen, an dem sich zahlreiche Locations aus dem Bezirk beteiligen (Programm demnächst hier).

 

Unter diesen Vorzeichen lag der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) von Neukölln zu ihrer 34.Sitzung am 24.02.2010 eine Entschließung mit dem Titel „Verurteilung von politisch motivierter Gewalt“ vor.

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Broschüre zu deutschem Kolonialismus erschienen PDF Drucken
Tuesday, 16. February 2010

Die »in remberance of…« Nummer 2 ist nun online - und demnächst auch als Printausgabe - erhältlich. Nach der ersten Broschüre, »Der Garnisonsfriedhof am Columbiadamm - Widerlichkeiten des deutschen Heldengedenkens«, ist das Thema in dieser Ausgabe »Der Genozid an den Herero und Nama - Deutscher Kolonialismus in Namibia«. In den Beiträgen der ANA und der NFJ werden postkolonialistische Theorien untersucht und die Relativierung und Verdrängung der BRD im Umgang mit der Kolionalgeschichte thematisiert. Am Beispiel des "Herero-Gedenksteins" auf dem Garnisonsfriedhof Columbiadamm in Neukölln wird der Umgang staatlicher Institutionen mit dem Genozid und der damit zusammenhängenden Geschichtspolitik verdeutlicht.

Hier als Download:
»Der Genozid an den Herero und Nama - Deutscher Kolonialismus in Namibia«
»Der Garnisonsfriedhof am Columbiadamm - Widerlichkeiten des deutschen Heldengedenkens«

 
Erneute Neonazi-Attacken auf linke Projekte in Neukölln PDF Drucken
Monday, 01. February 2010

--- Update 10.03.: Erneut beschädigen Neonazis Scheiben und besprühen Hauswände ---

--- Update 07.02.: Viele Neonazi-Aufkleber im Kiez und linke Plakate runtergerissen / 'Grünen'-Büro erneut besprüht ---

 

In der Nacht vom 24. auf den 25. Januar 2010 ist es in Neukölln erneut zu Angriffen von Neonazis auf linke, antifaschistische Projekte gekommen. Dabei beschädigten sie die Eingangstür der Galerie Olga Benario in der Richardstraße und warfen zum wiederholten Male die Glasscheiben der Chile-Freundschaftsgesellschaft „Salvador Allende“ in der Jonasstraße ein. Im Umfeld der beiden Projekte wurden dabei Aufkleber der NPD und welche, auf denen dem Hilterstellvertreter Rudolf Heß gedacht wird, angebracht. In der gleichen Nacht wurden auch bei dem Büro der Naturfreundejugend Berlin (NFJ) in Friedrichshain zwei Fensterscheiben zerstört.
Schon einen Tag darauf, in der Nacht vom 25. auf den 26. Januar, kam es zu einem Angriff auf die Geschäftsstelle der Partei Bündnis 90/ Die Grünen in Neukölln. Die TäterInnen beschädigten dort sowohl die Klingelvorrichtung als auch die Schließanlage und besprühten die Rollläden mit Parolen, die auf den geplanten Neonaziaufmarsch in Dresden am 13.Februar hinweisen. Ebenfalls in dieser Nacht wurde das Bezirksbüro Reinickendorf der Partei "Die Linken" stark beschädigt.
Erst am Wochenende vorher wurde im Brandenburgischen Zossen das 'Haus der Demokratie' von Neonazis niedergebrannt.

Da Neonazis schon Ende November und Anfang Dezember 2009 mehrere Attacken gegen linke Einrichtungen in Nord-Neukölln durchgeführt hatten, verdeutlichen diese erneuten Angriffe nur einmal mehr die Notwendigkeit antifaschistischer Politik im Bezirk.
Solidarität mit den Betroffenen neonazistischer Gewalt.
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Bericht von Indymedia
Pressesammlung zu den Vorfällen
Chronik der Attacken

 
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